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Barrierefrei Leben Interview
Aus Glittr
Was genau macht der Verein Barrierefrei Leben e.V.?
Der Verein berät ältere und behinderte Menschen, damit sie möglichst lange zu Hause in ihrer Wohnung bleiben können. Dazu hat der Verein ein Beratungszentrum in Hamburg, das seit 1987 geführt wird und eine große Ausstellung auf 200 Quadratmetern zeigt. Dort können Menschen Hilfsmittel ansehen und ausprobieren und werden von unseren Mitarbeitern beraten.
Sind Sie nur auf Hamburg begrenzt?
Wir hatten immer öfter Anfragen von außerhalb. Diese Personen konnten wir zunächst nicht beraten, da das Beratungszentrum über die Stadt Hamburg finanziert wird. Daher haben wir beschlossen, auch über das Internet unsere Dienste anzubieten. 2006 haben wir mit der Onlineberatung begonnen. Diese ist nun bundesweit nutzbar.
Was kann man in Ihrem Internetportal machen?
Sie haben über unser Internetportal die Möglichkeit sich zu informieren. Man findet bei uns eine virtuelle Produktschau, die nach Wohnbereichen gegliedert ist. Man kann sich auch über die Bereiche Alltagshilfen, Mobilitätshilfen und Aufstehhilfen erkundigen.
Zusätzlich bieten wir auch eine Beratung über Kontaktformulare an. Hier kann man angeben, welche körperlichen Einschränkungen man hat und welche Lösungsmöglichkeiten man sucht. Wenn es um den Bereich Umbau geht, sind noch Fotos hilfreich oder ein kleiner Grundriss, die hochgeladen werden können. Wir machen dann entsprechende Lösungsvorschläge.
Letztendlich muss man aber vor Ort entscheiden und mit den Angehörigen, mit dem Hausarzt oder mit dem Sanitätshaus sprechen. Dabei ist natürlich auch die Frage der Finanzierung zu klären. Bei Hilfsmitteln besteht oft auch die Option, dass das Produkt über die Kasse verschrieben wird.
Welche Personengruppen wenden sich an Sie?
An uns wenden sich viele ältere Menschen und ihre Angehörigen. Wir haben aber auch Nachfragen von Menschen mit behinderten Kindern. Es sind auch Jüngere mit Behinderungen, die sich an uns wenden. Dazu gehören Rollstuhlfahrer, Menschen mit Muskelschwund – alle die mit körperlichen Einschränkungen zu tun haben.
Sind Hilfen für diese Einschränkungen nicht sehr aufwendig?
Das sind wirklich oft kleine Hilfen. Wenn man auf die Toilette geht, unterstützt ein Haltegriff oder ein Stützgriff schon sehr. Das Toilettenpapier sollte leicht erreichbar befestigt werden, damit man sich nicht bücken muss. Vielleicht ist der Boden ein bisschen rutschig. Da sind Haltegriffe in der ganzen Wohnung sinnvoll. Man kann auch in die Wanne und auf die Fliesen rutsch-hemmende Streifen aufkleben.
| Gerade im Badezimmer gibt es viele Möglichkeiten. Lesen Sie im Folgenden Details über ein barrierefreies Badezimmer. |

