Fenster Dämmung Interview

Aus Glittr

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Lässt sich an der Scheibe noch mehr für die Wärmedämmung machen?

Generell haben wir aber beim Glas die Grenze der Wärmedämmung erreicht. Man könnte noch eine Vierfach-Verglasung machen und noch mehr Gas reinpumpen, aber irgendwann stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis mehr.
Aber: Am Rahmen kann noch einiges gemacht werden. Früher gab es Dreikammer-, Fünfkammer- oder Siebenkammerprofile im Kunststofffensterbereich. Jede Kammer war wieder eine Luftkammer, die gedämmt hat. Heute nimmt man Schäume. Man bringt Puritanschäume ins Fenster ein, um bessere Dämmwerte zu erreichen. Bei einem normalen Kunststofffenster ist da Puritanschaum und außen noch eine Aluminiumschale davor gesetzt. Der vordere Glashaltebereich fällt weg, aber natürlich werden die Fenster dadurch dicker und schauen klobiger aus. Schwierigkeiten bereiten Schrägfenster, weil dadurch die Öffnungswinkel größer werden.


Gibt es andere Möglichkeiten der Dämmung?

Womit noch gedämmt wird, ist Purinitschaum. Der hat einen besseren Dämmwert als ein Plastikprofil. Dann kann man noch die Scheibe wie im Automobilbau reinkleben. Das sind dann bloß noch verklebte Scheiben. Früher hat man Glasleisten und Flügel dafür gemacht. Man hat ein Eisen zur Verstärkung des Flügels gebraucht. Eisen ist aber ein schlechter Wärmeleiter. Wenn man aber die Scheiben verklebt, halten die Scheiben den Flügel. Das ist eine statische Verbindung.
So hat ein Fenster von früher 1,5 als U-Wert. Da sind jetzt viele auf 0,7 oder 0,8 gesunken. Also eine Halbierung des U-Werts des gesamten Fensters. Trotzdem ist das Fenster immer noch das schlechteste Bauteil am Haus, was die Wärmedämmung angeht. Stein hat einen Dämmwert von 0,28 oder teilweise sogar 0,15. Da kann das Fenster noch nicht mithalten.


Hier geht's weiter Im folgenden Teil des Gesprächs erfahren Sie, was die Fenster-Wärmedämmung für den Alltag bedeutet.
 
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