Wieviel Tapete braucht man

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[bearbeiten] Wieviel Tapete Sie für die gewünschte Fläche benötigen

Sie müssen die Länge aller Wände des Zimmers ohne Fenster und die Höhe ausmessen. Die Länge der Zimmerwände insgesamt muss durch die Breite einer Tapetenbahn (die Breite des Standard Rollenmaßes beträgt 0,53 m) dividiert werden. Somit erhalten Sie die Anzahl der benötigten Tapetenbahnen. Danach müssen sie dieses Ergebnis mit der Raumhöhe multiplizieren. Rechnen Sie ca. 10 bis 15 % Verschnitt dazu. Somit erhalten Sie die gesamte Länge Ihrer Tapetenbahnen.


z.B.: Das zu tapezierende Zimmer ist 3 Meter hoch und alle vier Wände sind 5 Meter lang.

4 x 5m = 20m (hier müsste man dann noch die Fensterlänge abziehen) 20m ist die Wandlänge aller Wände zusammen

20 m : 0,53m = 38 (aufgerundet) 38 Tapetenbahnen werden insgesamt benötigt

38m x 3m= 114m 114m ist die Länge der gesamten Tapetenrollen

15% von 114m = ca. 17m 114m x 17m = 131m (inkl. Verschnitt) Das Ergebnis 131m müsste nun noch durch die Meterlänge jeder Rolle dividiert werden

131m : 10 = 13 (abgerundet) Wären also auf jeder Tapetenrolle 10 Meter aufgerollt würden Sie 13 Rollen benötigen.


[bearbeiten] Welches Werkzeug Sie benötigen und welche Vorbereitungen Sie treffen müssen

Tapezierschere, Kleisterbürste/-walze, Nahtroller, Kleistereimer, Tapeziertisch, Wasserwaage
Bei der Wahl des Kleisters immer auf der Packungsrückseite lesen, für welche Art von Tapete der Kleister geeignet ist. Die Wände für das Tapezieren vorzubereiten nimmt meist mehr Zeit in Anspruch als das Tapezieren selbst. Der Untergrund muss trocken, glatt und sauber sowie trag- und saugfähig sein.
Die Tragfähigkeit der Wand testen Sie wie folgt: Ritzen Sie die Wand an und drücken Sie an diese Stelle ein Klebeband, wenn beim Abziehen größere Rückstände Wandfarbe auf dem Klebestreifen haften bleiben, dann muss der Untergrund komplett entfernt werden.
Die Saugfähigkeit der Wand testen Sie, indem Sie etwas Wasser an die Wand bringen. Zieht Sie sofort ein, ist der Untergrund zu saugfähig. Sie müssen die Wand vor dem Tapezieren noch zusätzlich einkleistern. Perlt das Wasser ab und zieht gar nicht ein, ist die Wand nicht saugfähig genug. In diesem Fall müssen Sie die Wand mit einer sogenannten "Rollenmakulatur" vorbehandeln.

Folgendes gilt zu beachten:

Alte Tapeten müssen eingeweicht werden und die darunter liegende Fläche sollte vorgekleistert werden. Alte Lack- oder Ölfarben sollten abgeschliffen und danach eine Rollenmakulatur aufgebracht werden. Normale Wandfarben oder auch Leimfarben können einfach übertapeziert werden, außer sie bröseln bereits ab, dann sollten sie vollständig entfernt werden (mit Wasser aufquellen lassen und abspachteln, danach lösungsmittelfreien Tiefgrund auftragen).
Löcher und Risse oder Unebenheiten müssen zuerst verspachtelt und geglättet werden. Auf bröselnden Putz muss Tiefgrund, bei zu rauen Putz muss Streichmakulatur aufgetragen werden. Rost- oder Wasserflecken sollten mit einer Grundierung isoliert werden. Schimmelpilze sollten mit einem Schimmelmittel entfernt werden, danach muss die Fläche Zeit zum Austrocknen haben. Vor dem endgültigen Tapezieren muss eine Untertapete mit Kartenoberfläche angebracht werden.

 
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